Pyrenäen · Schäfer · Hunde

Pyrenäen · Schäfer · Hunde
von Josef Müller, Udo Kopernik und Claudia Müller

buecherCBP-Verlag (Hennef/Sieg)
2 Bände mit ca. 1.200 Seiten und über 600 Fotos und Abbildungen, davon fast 200 farbig.
Zu beziehen zum Preis von 48,- Euro (im Inland porto- und gebührenfrei!)

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Von der Domestikation bis heute – vom Urhund zum Hütehund und Herdenschutzhund am Beispiel der Pyrenäen:

  • Milieu und Mythologie
  • Domestikationstheorie
  • Funktionale Analyse und Genetik von Intelligenz, Körperbau, Fell und Farben…
  • Traditionelle Zuchtmethoden • Moderne Zuchtstrategien
  • Über den Zweck von Rassehundezuchtvereinen
  • Grundlagen und Techniken der Erziehung an praktischen Beispielen erläutert
  • Hütehundeigenschaften der Rasse
  • Haltung, Ernährung und Zuchtpraxis
  • Reisen in den Pyrenäen

Auf der Spur des Gefährten – Band 1

Auf der Spur des Gefährten
von Josef Müller

Dog makes us human
Band 1: Der Hund bei Jägern, Fischern und Sammlerinnen

cover_gefaehrte_b1CBP-Verlag (Hennef/Sieg), 2003
664 Seiten, 313 Abbildungen;
zu beziehen zum Preis von 21,75 Euro (inkl. Versand)

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Das Titelbild des Buches zeigt die gut 24000 Jahre alte Spur eines Hundes in der südfranzösischen Eiszeit-Höhle Grotte Chauvet. Die traditionellen Theorien zur Haushundwerdung des Wolfes setzen diesen Domestikationsvorgang erst vor knapp 14000 Jahren an. Was also hat der Hund in den 10000 Jahren davor gemacht? Die These des Autors ist: Der Hund war tatsächlich schon in der frühen Kultur der Jäger, Fischer und Sammlerinnen der Gefährte des Menschen! Hat er vielleicht den Anatomisch Modernen Menschen schon bei seiner Wanderung vor 100000 Jahren von Afrika aus über den Erdball begleitet? Wie wurde der Wolf zum Hund? Und welche praktischen Funktionen erfüllte der Hund in dieser frühen Zeit? Und noch spannender, welche Rolle spielte der Hund in der Vorstellungswelt unserer Vorfahren?

Fragen, auf die der Autor Antworten mit Hilfe der verschiedensten Wissenschaften gibt. Dass das Alter des Hundes weit über das von komplett aufgefundenen Hundeskeletten hinausgeht, ist durch die Analyse mitochondrialer DNA nachgewiesen. Die Sprachwissenschaft belegt, dass es für den Gefährten des Menschen eine gemeinsame Urform der Bezeichnung „Hund“ auf allen Kontinenten, mit Ausnahme Australiens,  in allen Sprachfamilien der Welt gibt.

Gestützt auf  Berichte von Ethnologen Ende des 19ten, Anfang des 20sten Jahrhunderts über Völker in Sibirien, das gewissermaßen wie ein Kühlschrank frühe Lebensformen des Menschen konserviert hat, und über Inuit und Indianer und das Verhältnis all dieser Völker zum Hund, entwickelt der Autor ein Szenario, welche praktische und bewusstseinsgeschichtliche Rolle der Hund als Gefährte in der Steinzeit gespielt haben könnte. Neben einer Fülle von bislang unbekannten Fakten liefert das Buch Ansatzpunkte, das prinzipielle Verhältnis Mensch – Hund auch in unserer Zeit neu zu durchdenken.

Zum Autor:
Josef Müller studierte Urgeschichte, Philosophie, Pädagogik, Germanistik und Romanistik, er arbeitete als Lehrer. Er widmet sich intensiv, neben der seit 1977 betriebenen Zucht der Hunderasse Berger des Pyrénées, der Erforschung der Geschichte des Hundes. So erschien 2000 in Zusammenarbeit mit Claudia Müller und Udo Kopernik die doppelbändige Monographie Pyrenäen·Schäfer·Hunde. Keinen Tag seines Lebens hat er ohne Hund verbracht.

Auf der Spur des Gefährten – Band 2

Auf der Spur des Gefährten
von Josef Müller

Under-Dog makes us „human“?
Band 2: Der Hund bei viehzüchtenden Pflanzern
und jagenden Viehzüchtern

cover_gefaehrte_b2CBP-Verlag (Hennef/Sieg), 2004
648 Seiten, zahlreiche Abbildungen;
zu beziehen zum Preis von 24,25 Euro (inkl. Versand)

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Das Titelbild des Buches zeigt wieder die gut 24.000 Jahre alte Spur eines Hundes in der südfranzösischen Eiszeit-Höhle Grotte Chauvet. Was hat der Hund in den 24.000 Jahren gemacht? Der 1. Band zeigt den Hund in frühen Kulturen von Jägern, Fischern und Sammlerinnen: Er prägte das Bewusstsein unserer Vorfahren nachhaltig. Das wird im 2. Band noch besser nachgewiesen: Auf seiner Kynosophischen Zeitreise nimmt der Autor seine Leser mit zu viehzüchtenden Jägern und jagenden Viehzüchtern und zeigt die vielfältige Nutzung des Hundes in „Alltag“ und Mythos der mittel- und südamerikanischen Kulturen der Maya, Azteken und Inca: Für Peru und Nord-Chile weist er die eigenständige Erfindung des Hütehundes nach und kontrastiert sie mit den Herdenschutzhunden der Navajo und Apachen im nordamerikanischen Südwesten. Nach diesem ersten, gut 130 Seiten umfassenden Kapitel lädt der Autor dann zu einer Rundreise durch Afrika ein, die in den übrigen 510 Seiten stattfindet. Die afrikanischen Ergebnisse der Kynosophischen Zeitreise sind ohne jede Übertreibung als sensationell zu bezeichnen. Gleichzeitig ist es erschütternd, wie stark die kulturellen Leistungen des Hundes aus dem heutigen Bewusstsein verdrängt wurden. Die ehemals grüne Sahara, das Alte Ägypten, Äthiiopien und die Sahel-Zone stehen in einer über 8.000 Jahre alten hundemythologischen Kontinuität. An Stelle einer Bilanz beenden Autor und Leser  ihre Afrika-Tour bei den Pygmäen und ihrem Basenji im ­Ituri-Urwald am Äquator.

Auf der Spur des Gefährten – Band 3

Auf der Spur des Gefährten
von Josef Müller

Dog´s Sacred Marriage
Band 3: Der Hund auf dem Weg ins Patriarchat:

Bei Viehzüchtern in Nord-Afrika und im Nahen Osten

cover_gefaehrte_b3_000CBP-Verlag (Hennef/Sieg), 2005
656 Seiten, 534 Abbildungen und Fotografien
zu beziehen zum Preis von 24,25 Euro (inkl. Versand)

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Das Titelbild des Buches zeigt wieder – wie auch bei den Bänden 1 und 2 – die mindestens 24.000 Jahre alte Spur eines Hundes in der südfranzösischen Eiszeit-Höhle Grotte Chauvet. Allerdings nähern wir uns im 3. Band langsam unserer eigenen Zeit. Am Beispiel der alt-ägyptischen Kultur wird aus kynosophischer Perspektive der Übergang von der jägerischen Clan-Gesellschaft zum hierarchisierten Staat gezeigt – mental vorbereitet und abgesichert wird diese Veränderung durch die Rückstufung der weiblichen Gottheiten zu Gunsten des Pharao. Schon mit der „Erfindung“ von Ackerbau und Viehzucht verändert sich nicht nur die Wirtschaftsweise – es findet auch ein kultureller Umbruch statt – man könnte zugespitzt sagen, das Patriarchat verdrängt eine mütterlich ausgerichtete Weltordnung. Frau und Hund erscheinen am Ende dieser Entwicklung als besonders unreine Lebewesen: War früher der Hund DAS Begleittier und DIE Erscheinungsweise der Großen Göttin – goddess was a dog -, so ist er in der mosaischen und islamischen Religion der schlimmste Feind des jetzt einzig erlaubten männlichen Gottes. Aber diesen Endzustand schildert und analysiert der Autor erst im 4. Band. Die Basis seiner Überlegungen im 3. Band bilden wieder verschiedenste Wissenschaften. Im Vordergrund stehen diesmal archäologische Funde in der Sahara, Ägypten, Anatolien und Mesopotamien, aber auch die wesentliche Rolle des Hundes im zentralen Zeremoniell der alljährlichen Welterneuerung wird als Dog´s Sacred Marriage vorgestellt. Neben einer Fülle von bislang unbekannten Fakten und Abbildungen liefert auch der 3. Band Ansatzpunkte, das kulturelle Verhältnis Mensch – Hund in der Geschichte und auch in unserer Zeit neu zu durchdenken.

Auf der Spur des Gefährten – Band 4

Auf der Spur des Gefährten
von Josef Müller

Dog´s Worst Enemies
Band 4: 45.000 Jahre “Ancient Dogs” –

von der Eiszeitgöttin zu Moses, Jesus und Mohammed

cover_gefaehrte_b4_000CBP-Verlag (Hennef/Sieg), 2006
664 Seiten, 444 Abbildungen und Fotografien
zu beziehen zum Preis von 24,25 Euro (inkl. Versand)

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Der Autor rekonstruiert zum ersten Mal die kynologische Geschichte des Hundes, er beschreibt mit einiger Wahrscheinlichkeit die reale Entfaltung und Verwendung des Hundes von seiner multiplen „Domestikation“ in der Eiszeit bis zur „Erfindung“ von Feldbau und Viehzucht. Daraus geht hervor, dass der Hund deutlich früher domestiziert wurde, als Archäozoologen und Molekulargenetiker heute annehmen – nämlich nicht vor 15.000 Jahren, sondern mit einiger Wahrscheinlichkeit vor 45.000 Jahren, und zwar im „Korridor“ zwischen Sinai und Kaukasus, genauer: in Israel/Palästina -, und dass der Hund den Menschen zuerst wahrscheinlich eher von symbolischem denn von praktischem Nutzen war.

Vorgestellt werden ferner paläo- und mesolithische Hundefunde in West-Asien, in West-, Mittel- und Osteuropa, darunter der Fund eines Hundewelpen im Grab einer alten Frau in Ain Mallaha (Israel), der Hund im Doppelgrab von Oberkassel. Mesolithische Felsbilder in Palästina und Jordanien, aber auch in den Alpen und in Skandinavien, und die neolithischen Hunde von der Karmel-Küste in Israel werden betrachtet. Im Neolithikum entwickelt sich der Hund dann vom Jäger und Treiber des Wilds zum Beschützer und Hüter der neuen Nutztiere.

Am Beispiel Kanaans und Israels zeigt der Autor, wie in West-Asien im 2. Jahrtausend v.u.Z. der Bruch entstanden sein könnte im Verhältnis zwischen Mensch und Hund: Der Hund, zuerst Man´s Best Friend, wird jetzt zu God´s Worst Enemy. In der hebräischen Theologie wird der Hund zum Ausbund des Bösen. Dies gilt auch für das frühe Christentum und für den Islam und wird deutlich im Vergleich zwischen den symbolischen Funktionen des Hundes im vor-islamischen Arabien und seiner trostlosen Lage im Islam, wo er zum unreinsten Tier wird.

Bei den unmittelbaren Nachbarn dieser Monotheisten und Hundefeinde garantiert der Hund aber weiterhin Wohlstand und Gesundheit: Dog – Man´s Best Friend – der Hund als Kulturbringer und Halbgott in Weiß.

Zum Schluss des Bandes reisen wir von Palästina zurück ins letzte große Jahrtausend der mesopotamischen Kulturen: Auch hier beschützt der Hund weiterhin die Menschen noch vor bösen Geistern und furchtbaren Krankheiten und, obwohl schon an den Rand gedrängt, damit der Alleinherrscher seine Macht als Solist legitimieren kann, steht der Hund im Kampf des Herrschers gegen das Böse und den Tod immer noch in vorderster Front: Er ist Partner des Königs und triumphiert real und surreal über seinen größten Konkurrenten, den Löwen, der kein anderer ist als sein barbarischer Doppelgänger.

Neben diesen bewusstseinsgeschichtlichen Analysen kommt auch die Kynologie nicht zu kurz: So wird z.B. die Ähnlichkeit heutiger Hunderassen mit den Darstellungen der assyrischen „Molosser“ kritisch überprüft. Und auch für andere Rassen werden mögliche Vorfahren diskutiert.

 

Auf der Spur des Gefährten – Band 5

Auf der Spur des Gefährten
von Josef Müller

Dog was a War Dog
Band 5: Der Hund als Kriegsgott – „verrückte“ Hundekrieger nicht nur in frühen indo-europäischen Kulturen
 

CBP-Verlag (Hennef/Sieg), 2008
734 Seiten, 431 s/w und 52 farbige Abbildungen und Fotos
zu beziehen zum Preis von 26,75 Euro (inkl. Versand) 

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Im 5. Band der Kynosophischen Zeitreise, der Anfang Oktober 2008 erscheint, befasst sich der Autor mit der partiellen oder totalen Identifikation des Menschen mit seinem bzw. dem Hund. In diesem 5. und vorletzten Band umkreist er zunächst das Herzstück der Hundedomestikation und der Hundemythologie: Zentral-Asien. Hier orteten bereits die antiken Griechen und Römer, die frühen Inder und die Alten Chinesen das Reich der Hundsköpfigen. Die Chinesen nannten ihre nördlichen Nachbarn die Hunde-Barbaren. Und die ersten chinesischen Dynastien kamen ohne den Einfluss dieser Hunde-Barbaren nicht zustande. Die Russen, als Slawen selbst hündisch konnotiert, nannten Sibirien das Hundeland und meinten damit die Region der Yukaghiren, die sich in vor-russischer Zeit über fast ganz Sibirien erstreckte. Unmittelbar südlich von diesem Hundeland lagen die Kernregionen der Indo-Iraner und Indo-Arier, die später Teile Mesopotamiens, den Iran und Nord-Indien eroberten. Diese indo-europäischen Nachbarn des paläo-sibirischen Hundelands waren selbst extrem hündisch konnotiert, wie früheste Funde von Hundeopfern und Hundezeremoniellen in der eurasischen Steppe beweisen. Aber die Domestikation des Pferds dünnte die hündische Konnotation dieser frühen Indo-Europäer nach und nach aus – so konnten sie sich über ihre „hündischen“ Nachbarn dünkelhaft erheben, dabei die eigene hündisch konnotierte Vergangenheit ausblendend. Verstärkt haben diese „Läuterung“ auch die von den indo-europäischen Junghirtenkriegern unterjochten Völker, die ihnen meist kulturell deutlich über-, aber militärisch unterlegen waren: Es fehlte ihnen die Kavallerie. Diese Völker waren in ihrem Selbstverständnis ebenfalls hündisch konnotiert, und das hätte zu ungewollter Verbrüderung mit den Unterdrückern führen können. Also emanzipierten sich die frühen Indo-Arier in Indien um so rascher von ihrer „hündisch“ geprägten Vergangenheit. Die Indo-Iraner hingegen hielten auch weiterhin den Hund hoch in ihrer Wertschätzung – eine Tatsache, an der auch ihr Prophet Zarathustra nicht vorbei kam. In China sorgte die expandierende Han-Dynastie für eine nachhaltige Emanzipation vom Hund – schließlich waren auch hier die unterdrückten und in Randgebiete verdrängten Kulturen extrem hündisch konnotiert – wie noch die Chinesen selber bis zum Ende der Shang-Dynastie. Im China der Han-Zeit fand der gleiche Prozess statt wie im Indien der Indo-Arier: Die eigene Vergangenheit wurde ins Unbewusste abgedrängt, als barbarisch dämonisiert und flugs den unterdrückten Völkern angeheftet – Eigenes wurde zu Fremdem, weil das scheinbar Fremde dem Eigenen so unheimlich verwandt war: Bei den tibetischen Nachbarn im Westen, bei den Mongolen im Norden, bei den Yao im Süden und bei den Man im Südwesten. Die austronesische Kultur, aus der die Man, die Thai u.a. hervorgingen, expandierte selbst vor 6.000 Jahren nach Südost-Asien und nahm ihr hündisch geprägtes Selbstverständnis mit: Wir können ihre Spuren noch auf Borneo und in Neu-Guinea, sogar in Australien und auf den Inseln des Pazifik erkennen. Über diese tiefenpsychologischen Konstanten hinaus zeichnet sich ab, dass der Hund als erstes Haustier des Anatomisch Modernen Menschen schon am Ende des Paläolithikums die Rituale der Menschheit von der Wiege bis zur Bahre und wieder zurück bis zur Wiedergeburt bestimmt hat.

Bei den unmittelbaren Nachbarn dieser Monotheisten und Hundefeinde garantiert der Hund aber weiterhin Wohlstand und Gesundheit: Dog – Man´s Best Friend – der Hund als Kulturbringer und Halbgott in Weiß.

Zum Schluss des Bandes reisen wir von Palästina zurück ins letzte große Jahrtausend der mesopotamischen Kulturen: Auch hier beschützt der Hund weiterhin die Menschen noch vor bösen Geistern und furchtbaren Krankheiten und, obwohl schon an den Rand gedrängt, damit der Alleinherrscher seine Macht als Solist legitimieren kann, steht der Hund im Kampf des Herrschers gegen das Böse und den Tod immer noch in vorderster Front: Er ist Partner des Königs und triumphiert real und surreal über seinen größten Konkurrenten, den Löwen, der kein anderer ist als sein barbarischer Doppelgänger.

Neben diesen bewusstseinsgeschichtlichen Analysen kommt auch die Kynologie nicht zu kurz: So wird z.B. die Ähnlichkeit heutiger Hunderassen mit den Darstellungen der assyrischen „Molosser“ kritisch überprüft. Und auch für andere Rassen werden mögliche Vorfahren diskutiert.